Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kunst den Blick auf vertraute Stadträume verändern kann. Durch Performances, Installationen und lyrische Interventionen rückte das Projekt Orte wie den Drosteiplatz, den Fahlt, den Marktplatz und den Pinneberger Hafen in den Fokus. Dabei ging es nicht um klassische Ausstellungssituationen, sondern um überraschende Begegnungen im öffentlichen Raum.
Die Aktionen luden Passant*innen ein, innezuhalten, teilzunehmen und eigene Impulse einzubringen. So wurden die Stadtgeschichte, gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen und die persönliche Wahrnehmung der Orte miteinander verbunden.
Foto: Projektbeteiligte von sinn.vor.ort vor dem Pinneberg Museum, Instagram, 14. März 2022, https://www.instagram.com/p/CbF-shdKR0t/
Künstler*innen und ihre Arbeiten
Sabrina Schuppelius eröffnete das Projekt mit der Performance AN BEI auf dem Drosteiplatz. 28 Performer*innen machten durch choreografierte Bewegungen das Auseinandergehen, Zusammenkommen und die Funktion dieses zentralen Platzes neu erfahrbar.
Der Schnipsel entwickelte mit Das Fahlt-Orakel eine poetische Aktion im Pinneberger Fahlt. Passant*innen konnten sich dort mit Fragen nach Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen.
Oskar Schroeder realisierte eine dreiteilige Installation an verschiedenen Orten in Pinneberg: im Fahlt, auf dem Marktplatz und am Hafen. Mit einfachen Konstruktionen schuf er neue architektonische Angebote und lenkte den Blick auf die ästhetischen Qualitäten scheinbar alltäglicher Orte.
feine menschen – gagel, mioq, Brigitta Höppner und Florian Huber – begleiteten und erweiterten die eingeladenen künstlerischen Arbeiten mit eigenen Performances. Ihre Interventionen eröffneten Gegenpole, neue Perspektiven und einen spielerischen Zugang zur Stadt.
