Gelbes grafisches Motiv zum Kunstprojekt sinn.vor.ort des Pinneberg Museums

sinn.vor.ort //

Künstlerische Aktionen im öffentlichen Raum in Pinneberg // 2.10.2021 – 31.10.2021 //

Mit feine menschen, Sabrina Schuppelius, Der Schnipsel und Oskar Schroeder // 

Gemeinsam mit dem Pinneberg Museum lud die Kunstgruppe feine menschen im Oktober 2021 zu fünf künstlerischen Aktionen im öffentlichen Raum ein. Unter dem Titel sinn.vor.ort wurden alltägliche Orte in Pinneberg neu betrachtet, künstlerisch befragt und für Passant*innen sinnlich erfahrbar gemacht.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kunst den Blick auf vertraute Stadträume verändern kann. Durch Performances, Installationen und lyrische Interventionen rückte das Projekt Orte wie den Drosteiplatz, den Fahlt, den Marktplatz und den Pinneberger Hafen in den Fokus. Dabei ging es nicht um klassische Ausstellungssituationen, sondern um überraschende Begegnungen im öffentlichen Raum.

Die Aktionen luden Passant*innen ein, innezuhalten, teilzunehmen und eigene Impulse einzubringen. So wurden die Stadtgeschichte, gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen und die persönliche Wahrnehmung der Orte miteinander verbunden. 

Projektbeteiligte von sinn.vor.ort, im Hintergrund das Pinneberg Museum

Foto: Projektbeteiligte von sinn.vor.ort vor dem Pinneberg Museum, Instagram, 14. März 2022, https://www.instagram.com/p/CbF-shdKR0t/

Das Projekt

Das Projekt knüpfte an die Arbeit der Kunstgruppe feine menschen an, die seit Jahren mit künstlerischen Eingriffen im Stadtraum arbeitet. Für sinn.vor.ort wurden junge Künstler*innen aus Schleswig-Holstein nach Pinneberg eingeladen, um gemeinsam mit der Kunstgruppe fünf ortsspezifische Aktionen aus den Bereichen Installation, Performance und Lyrik zu entwickeln.

Der Titel ist bewusst doppeldeutig: Es geht um die Sinne, um den Sinn eines Ortes und um das künstlerische Arbeiten „vor Ort“. Der Zeitungsartikel beschreibt das Ziel treffend als Schärfung der Sinne für Pinnebergs Lokalgeschichte; zugleich sollten Orte sichtbar werden, die im Alltag oft übersehen werden.

Künstler*innen und ihre Arbeiten

Sabrina Schuppelius eröffnete das Projekt mit der Performance AN BEI auf dem Drosteiplatz. 28 Performer*innen machten durch choreografierte Bewegungen das Auseinandergehen, Zusammenkommen und die Funktion dieses zentralen Platzes neu erfahrbar.

Der Schnipsel entwickelte mit Das Fahlt-Orakel eine poetische Aktion im Pinneberger Fahlt. Passant*innen konnten sich dort mit Fragen nach Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen.

Oskar Schroeder realisierte eine dreiteilige Installation an verschiedenen Orten in Pinneberg: im Fahlt, auf dem Marktplatz und am Hafen. Mit einfachen Konstruktionen schuf er neue architektonische Angebote und lenkte den Blick auf die ästhetischen Qualitäten scheinbar alltäglicher Orte.

feine menschen – gagel, mioq, Brigitta Höppner und Florian Huber – begleiteten und erweiterten die eingeladenen künstlerischen Arbeiten mit eigenen Performances. Ihre Interventionen eröffneten Gegenpole, neue Perspektiven und einen spielerischen Zugang zur Stadt.