Textile Techniken beruhen auf Verbindung: Beim Weben kreuzen sich Fäden, beim Häkeln und Stricken greifen Maschen ineinander, beim Nähen verbinden Nähte unterschiedliche Stoffe. Genau dieses Prinzip griff das Kunstprojekt auf. Denn in einer Zeit, in der gesellschaftliche Trennlinien deutlicher hervortreten, rückte „Was uns verbindet“ bewusst das Gemeinsame in den Mittelpunkt.
Die Teilnehmer*innen arbeiteten mit unterschiedlichen Materialien, Techniken und künstlerischen Ansätzen. So entstanden individuelle textile Arbeiten, die persönliche Erfahrungen, handwerkliche Prozesse und kulturelle Bezüge miteinander verknüpften. Außerdem machte das Projekt sichtbar, wie gemeinsames künstlerisches Arbeiten Begegnung, Austausch und neue Perspektiven fördern kann.
Foto: Museum Tuch und Technik, Instagram, 9. Mai 2025, https://www.instagram.com/p/DJbSH9FuRzr/?img_index=7
Künstler*innen und ihre Arbeiten
Brigitte Ammann arbeitete mit den Teilnehmer*innen an textilen Wandbehängen in Quilttechnik. Aus frei geschnittenen Stoffen entstanden individuelle Kompositionen, die anschließend traditionell weiterverarbeitet wurden.
Anja Kowalik stellte das Zusammenspiel textiler Materialien in den Mittelpunkt. Durch die Analyse von Oberflächen, Strukturen und Farben entwickelten die Teilnehmer*innen eigene Collagen auf Baumwolltüchern.
Katharina Krenkel beschäftigte sich mit Transformation. Gebrauchte Strick- oder Häkelteile wurden aufgezogen, neu geformt, wieder aufgewickelt und fotografisch dokumentiert – als sichtbarer Prozess von Wandel und Verbindung.
Andreas Möller vermittelte Weben als gemeinschaftlichen Prozess. Verschiedene Fäden kamen zusammen und machten erfahrbar, wie durch Verbindung etwas Neues entsteht.
Erdal Ateş verband traditionelle und moderne Drucktechniken. Gearbeitet wurde mit alten Druckschablonen aus Tokat sowie eigens für den Workshop gefertigten Holzschablonen.
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Werkschau auf Instagram: https://www.instagram.com/p/DJbSH9FuRzr/?img_index=1
